Georgier in Dresden

ODA e. V. Dresden

Über uns

ODA e.V. – Offenes Dresden für Alle ist eine gemeinnützige, gesellschaftlich engagierte Migrant*innenselbstorganisation, die sich für die Entwicklung einer demokratischen, offenen und vielfältigen Gesellschaft einsetzt. Unsere Arbeit basiert auf der Überzeugung, dass eine starke Gesellschaft dort entsteht, wo Menschen – unabhängig von ihrer Herkunft, Kultur oder Sprache – gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, gemeinsame Verantwortung übernehmen und einander mit Respekt begegnen.
Die Geschichte unserer Organisation ist eng mit der langjährigen Migrationsgeschichte von Familien georgischer Herkunft in Deutschland verbunden. Sie basiert auf den Erfahrungen von Menschen, die die Herausforderungen von Migration, Integration, der Anpassung an ein neues Umfeld sowie der Bewahrung ihrer kulturellen Identität selbst erlebt haben. Aus diesen Erfahrungen entstand die Idee, einen Ort zu schaffen, an dem Menschen sich gegenseitig unterstützen, Wissen teilen und sich als gleichberechtigte Mitglieder der Gesellschaft entfalten können.

Zwischen 1986 und 2000 kamen zahlreiche Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion als Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler nach Deutschland. Darunter befanden sich auch Familien georgischer Herkunft, die eine bedeutende Rolle beim Aufbau der georgischen Gemeinschaft in Deutschland spielten. Um Integration und gegenseitige Unterstützung zu fördern, gründeten sie gemeinsam mit deutschen Partnerinnen und Partnern im Jahr 2002 den Verein „Kawkasioni e.V.“, der Migrantenfamilien über mehrere Jahre hinweg wichtige Unterstützung bot. Obwohl der Verein seine Tätigkeit bereits 2004 einstellte, bildeten seine Erfahrungen eine wertvolle Grundlage für das gesellschaftliche Engagement der nachfolgenden Generationen.
Mit Beginn einer neuen Migrationswelle aus Georgien nach Deutschland ab dem Jahr 2012 wuchs insbesondere in Dresden der Bedarf an einem gemeinsamen Ort, an dem Menschen Informationen, Beratung, Unterstützung, Bildungsangebote und Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Teilhabe erhalten konnten. Diese neuen Herausforderungen sowie die Erfahrungen der Vergangenheit machten die Gründung einer neuen Organisation notwendig.
Nach einer langen Vorbereitungsphase und dank des Engagements zahlreicher Ehrenamtlicher wurde im Jahr 2020 auf Initiative von Irma Tchankoshvili und mit Unterstützung von Spätaussiedlerfamilien – insbesondere durch Eleonora Zechadse und Isolda Baratashvili – der Verein „Georgier in Dresden e.V.“ gegründet. Ziel der Organisation war es nicht nur, die georgische Gemeinschaft zusammenzuführen, sondern auch Migrantenfamilien in Deutschland zu unterstützen, ihre Integration zu fördern und die interkulturelle Zusammenarbeit zu stärken.
Bereits seit der Gründung engagierten sich sowohl Familien georgischer als auch anderer Herkunft aktiv in der Vereinsarbeit. Das ehrenamtliche Engagement, die fachliche Kompetenz und das Verantwortungsbewusstsein der Beteiligten bildeten eine solide Grundlage für die kontinuierliche Entwicklung der Organisation.

Seit 2021 bietet der Verein Deutschkurse an, die einen wichtigen Beitrag zur Integration neu zugewanderter Menschen leisten. Im selben Jahr wurde außerdem die georgische Sonntagsschule gegründet, deren Ziel es ist, die georgische Sprache, Geschichte und das kulturelle Erbe für die nachfolgenden Generationen zu bewahren.
Ab 2022 erweiterte die Organisation ihr Tätigkeitsfeld im Kulturbereich. Es entstand das georgische Tanzensemble „Samani“, das bis heute erfolgreich besteht. Darüber hinaus wurden georgische Kochworkshops ins Leben gerufen. Seitdem beteiligt sich die Organisation regelmäßig an interkulturellen Veranstaltungen in Dresden und Sachsen und vermittelt dort tausenden Besucherinnen und Besuchern die georgische Kultur.
Das Jahr 2023 stellte einen entscheidenden Meilenstein in der Entwicklung der Organisation dar. Mit Unterstützung der Landeshauptstadt Dresden konnten zahlreiche soziale, bildungsbezogene und kulturelle Projekte umgesetzt werden. Gemeinsam mit der Nationalbibliothek Georgiens und der Landeshauptstadt Dresden wurde die erste georgische Bibliothek Dresdens gegründet, deren Bestand heute mehr als 500 georgischsprachige Bücher umfasst.
Im selben Zeitraum trat die Organisation dem Erasmus+-Programm bei. Dadurch erhielten erstmals junge Menschen, die in Deutschland geboren oder aufgewachsen sind, die Möglichkeit, an Austauschprojekten in Georgien teilzunehmen, ihre kulturellen Wurzeln kennenzulernen und sich aktiv in internationale Jugendprojekte einzubringen.
Mit dem kontinuierlichen Ausbau der Vereinsarbeit entwickelte sich auch die Zusammenarbeit mit kommunalen Einrichtungen, Bildungsträgern, Stiftungen sowie Organisationen unterschiedlicher Herkunft deutlich weiter. Dadurch entwickelte sich die Organisation schrittweise zu einem interkulturellen Zentrum, das sowohl Menschen georgischer Herkunft als auch Menschen anderer Nationalitäten, Migrantinnen und Migranten sowie der lokalen Bevölkerung Beratung, Unterstützung und vielfältige Angebote bietet.
Diese natürliche Entwicklung führte im Jahr 2025 zur Umbenennung der Organisation. Aus Georgier in Dresden e.V.wurde offiziell ODA e.V. – Offenes Dresden für Alle. Der neue Name spiegelt die heutige Identität und Mission der Organisation wider: ein offener Ort für alle Menschen zu sein – unabhängig von ihrer Nationalität, Kultur, Religion oder sozialen Herkunft.
Heute ist ODA e.V. eine demokratisch ausgerichtete Migrant*innenselbstorganisation. Zu ihren Tätigkeitsfeldern gehören Bildung, Beratung, Jugend- und Gemeinwesenarbeit, Kultur, Förderung des Ehrenamts, Stärkung der demokratischen und gesellschaftlichen Teilhabe, Integrationsarbeit sowie die Förderung des interkulturellen Dialogs.
Wir sind überzeugt, dass Vielfalt zu den größten Stärken unserer Gesellschaft gehört. Deshalb schaffen wir Räume, in denen Menschen einander begegnen, voneinander lernen, gemeinsam Verantwortung übernehmen und miteinander eine offene, demokratische und solidarische Gesellschaft gestalten – eine Gesellschaft, in der jeder Mensch die Möglichkeit hat, sein Potenzial vollständig zu entfalten.

Angebote Verein „ODA e.V.“

  • Veröffentlichung von Informationen zu den Vereinsangeboten und der georgischen Kultur
  • Pflege der Vernetzung mit anderen georgischen Vereinen in Deutschland und im Ausland
  • Aufrechterhaltung und Pflege der georgischen Sprache und Kultur
  • Organisation des Gedenkens an die Georgische Fest- und Nationalfeiertage
  • Förderung der beruflichen und sozialen Integration georgische Zuwanderer
  • Einrichtung von vorschulischen und schulischen Lerngruppen für Kinder und Jugendliche auf Georgisch
  • Die Unterstützung von Flüchtlingen und Flüchtlingsfamilien bei ihrer Integration, (die sich in Dresden aufhalten, weil sie aus ihren Heimatländern geflohen sind, um in Deutschland Asyl zu erhalten und die Integration dieser Asylsuchende in die Stadtgesellschaft).
  • Weiterhin hilft der Verein aber auch Flüchtlingen, die sich andernorts in Deutschland aufhalten. Hierzu unterstützt der Verein durch Hausaufgabenhilfe oder Nachhilfe, die Versorgung mit Schulmaterialien und den Kontakt mit den zuständigen Schulen.
  • Hinzu tritt die Organisation von sinnvollen Beschäftigungs- und Kulturangeboten wie Tanz-, Spiel-, Bastel-, Mal oder Singgruppen und Ausflügen.
  • Förderung der Verbundenheit und des Zusammenhaltes der Menschen mit georgischer Abstammung in Dresden und Umgebung
  • Der Verein fördert und unterstützt alle internationalen, nationalen und regionalen Aktivitäten mit einem multiplikatorischen Charakter, die zum Aufbau einer multikulturellen und pluralistischen Gesellschaft, zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit und zu Integrationsprozessen beitragen
  • Organisation von Freizeitaktivitäten und Veranstaltungen (Vorträge, Lesungen, Aufführungen, Festivals, Ausstellungen, Konferenzen, Bildungskurse usw.)
  • Durchführung von Veranstaltungen zur Förderung des interkulturellen Austausches
  • Erwachsenen Flüchtlingen will der Verein bei der Lösung ihrer Probleme zur Seite stehen. Darunter fallen zum Beispiel:
    Übersetzungshilfen, Korrespondenz, Telefonate, Vermittlung oder Begleitung zu den zuständigen Stellen,
    Hilfen für Schwangere und junge Mütter
  • Deutschkurse und in besonderen Situationen direkte Unterstützung, Beratungsangebote
  • Kulturelle Angebote auf Georgisch direkt für Kinder in verschiedenen Bereichen, z.B. bildende Kunst, Literatur, darstellende Kunst, georgischer national Tanz oder Musik
  • Unterstützungs- und Beratungsangebote für Familien
  • Einrichtung und Betreibung einer Begegnungsstätte